Unterbringung

Als Unterbringung für Weißbauchigel sind am besten Holzterrarien geeignet, da sie die Wärme besser speichern als z.B. Glasterrarien.

Igel brauchen Tagsüber eine Wärme von 22-28°C und Nachts eine Absenkung auf kältestens 20°C.
So eine Wärme kann man mit Infrarotbirnen oder Elstein-Keramikstrahlern erreichen.
Ich selber nutze Infrarotbirnen, weil die Igel das Licht nicht wahrnehmen, man die Tiere aber gut beobachten kann, wenn sie dann Abends aufstehen und in der Nacht sehr aktiv werden.

Bevor man sich einen Igel anschafft, sollte man auch bedenken, dass die Aufheizung des Terrariums (oder der Terrarien) Strom kostet und die Igelhaltung auch die Stromrechnung in die Höhe treiben kann.

Als Mindestmaß gilt: 150cm x 50 cm für 2 Igel, die Höhe ist variabel, je höher das Terrarium ist, desto mehr Ebenen kann man einziehen um die Lauffläche für die Igel zu vergrößern!!

Allerdings ist die Lauffläche am Stück wichtig: den Igeln bringt es nichts ein Terrarium mit 80cmx50cm (bxt) zu bauen, was dafür 4 Etagen hat. Rein rechnerisch hat es natürlich eine große Grundfläche, allerdings sind die Igel eben Läufer und keine Kletterer – deswegen lieber größere, dafür weniger Etagen!


Hier seht ihr ein „nacktes“ Terrarium, was ich mit PVC ausgelegt habe. Es dient jetzt als Quarantäne- und Aufzuchtsterra.

Wenn man sich Igel hält, sollte man immer Bedenken, dass man mindestens zwei Terrarien braucht. Eins wo die Igel drin wohnen und eins, was man als Krankheits- und/oder Quarantäneterrarium nutzen kann.

Wenn man Böckchen in der Gruppe hält, muss man sich ebenfalls darüber im Klaren sein, dass es auch nach einer langen Zeit des friedlichen Zusammenlebens plötzlich zu Streitereien unter den Tieren kommen kann und man sie dann getrennt unterbringen muss.
Wenn man so etwas vorher bedenkt, dann muss man auch keine Tiere nach kurzer Haltung wieder abgeben, weil man plötzlich durch eine Verhaltensänderung überrascht wurde!